FamilienAllianz



Donnerstag, 12. September 2013

Ich bin mein Körper

Wenn wir über unseren Körper sprechen, dann hat man oft den Eindruck, wir sprechen über eine Maschine. Hauptsache, er funktioniert. Er soll nicht krank und nicht alt werden. Wir sind gewohnt so zu denken. Aber warum haben wir dann diese Gefühle, Emotionen, Gedanken und auch Verletzungen? Eine Maschine kann doch nicht gekränkt sein? Diese Verletzungen und inneren Gefühle, diese Spuren in unserer Seele werden doch über unseren Körper hineingelassen in uns? Es ist also der Körper von Geist und Seele nicht zu trennen. Das wussten die alten Philosophen bereits, aber wir haben es vergessen oder besser, verlernt. Wir müssen es neu lernen, uns wieder bewusst machen: Alles, was ich mit meinem Körper mache, hinterlässt Spuren in mir, in meiner Seele. Daher kann man sagen: ICH BIN MEIN KÖRPER und nicht, ich habe einen Körper. Und daher sollte ich auch bewusst mit meinem Körper umgehen - damit die Schrammen in meiner Seele nicht zu tief werden. Vom Wort "bewusst", auf latein conscius, kommt das Wort keusch. Wenn ich also keusch lebe, dann gebe ich acht auf mich, dann lebe ich  mit Verantwortung. Zum Unterschied zum Tier kann der Mensch sich dank seines Gewissens und seines Geistes, bewusst, zu einem Leben entscheiden. Man kann keusch leben vor einer Ehe - und in einer Ehe. Man kann ebenso in jedem anderen Lebensstand keusch leben.
Romano Guardini sagte: Die große Liebe macht immer keusch.

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