FamilienAllianz



Dienstag, 18. Februar 2014

Ein Gesetz für die Sterbehilfe für Kinder ist absolut der falsche Weg!

Zeugnis eines betroffenen Vaters
Die größte Sorge von Kindern und Jugendlichen, die an einer lebensbedrohenden, lebensverkürzenden Krankheit leiden, und die auch in der Lage sind ihre Situation im vollen Umfang zu realisieren, ist nicht ihre eigene Situation, sondern dass sie ihren Eltern und Angehörigen „so schwer zur Last fallen“.

Die neue belgische Gesetzgebung erhöht damit den Druck, auf diese Schutzbedürftigen noch einmal um ein Vielfaches, und raubt ihnen auch noch die Kraft um die, wenn auch noch so kleine, Hoffnung zu kämpfen.

Österreich besitzt, Gott sei Dank, eine moderne Palliativkultur die es auch Kindern ermöglicht die finalen Phase ihres Lebens in Würde, schmerzfrei, behütet und ohne Druck von außen, zu erleben.

Kinder in einer solchen Situation haben eine besondere Reife. Sie bestimmen meist den Zeitpunkt selbst, wann es Zeit ist loszulassen und zu gehen. "Gibt dem Tag mehr Leben, als dem Leben mehr Tage" ist eine dankbare Einstellung die auch wir erleben durften.

Das Leiden und der Tod ihres Kindes ist eine für Eltern zu tiefst prägsame Grenzerfahrung, die nur schwer in Worte und in beschreibbaren Gefühlen erklärbar ist.

Was man in dieser Situation am wenigsten braucht, ist ein enormer Druck auf alle Betroffenen, von einer sonst in dieser Situation so sprachlosen Allgemeinheit. Gesetzlich legitimiert von eifrig Mitfühlenden. Wir müssen, mit allen heutigen modernen medizinischen Möglichkeiten und dem Gewissen, dass das Leid und die Tragik des Todes eines Kindes ein besonderer Teil unseres Lebens ist, lernen, mit Respekt und ohne leichtfertigen Druck, umzugehen.

In einer Kultur des Lebens muss es uns doch möglich sein unsere sterbenden Kinder und Jugendlichen fest an der Hand zu nehmen, und sie in ihrer letzten Phase des Lebens zu begleiten, als sie aktiv durch die Hand eines Anderen in den Tod zu drängen!


Paul Friedrich Mensdorff-Pouilly
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