FamilienAllianz



Mittwoch, 14. Mai 2014

Grüß Gott. Ich bin hetero.

Gastbeitrag einer Mutter aus Tirol
„Grüß Gott. Ich bin hetero“. Sollten wir uns nun alle zuerst mit dieser (momentanen) Befindlichkeit vorstellen? Die eigenen Interessen stehen in Hochkonjunktur. Man definiert sich über die Sexualität. Conchita Wurst ist eine äußerst sympathische Person, gewieft, redegewandt, humorvoll, musikalisch, hübsch…Warum muss sie/er ihre/seine Vorzüge so in den Schatten einer sexuellen Ausrichtung stellen, die  jeden Betrachter zwangsläufig als erstes erreicht? Zuerst einmal Mensch, oder?
Conchita Wurst ist also „Queen of Austria“. In Kopenhagen gar zur Queen Europas geadelt.
Es erscheint medial allgemein gültig, dass alle Österreicher dies als einen Ausdruck der Toleranz und der Offenheit akzeptieren und sich wünschen, dass die Botschaft von Conchita Wurst, „We are unstopable“ um die Welt geht. .. Ich würde mir wünschen, einen Auftritt als Künstler nicht ideologisiert zu sehen.  Natürlich spricht man immer von einem Gesamtpaket, aber auch eine Frau sollte in der Wirtschaft ihre Jobs bekommen, weil sie qualifiziert ist, und nicht weil sie die „Quoten erfüllen muss“, das ist eine subtile Art, wieder diskriminiert zu sein.  Ebenso geht es bei der Anerkennung von Menschen nicht darum, dass man sie öffentlich pusht, sondern einfach sein lässt.
Man hat allerdings den Eindruck, dass in den letzten Jahren  „eine andere Art von Gesamtpaket“ geschnürt wird. Die Werbeplakate von Gery Kessler’s Lifeball lassen auf eine grundlegende gesellschaftsverändernde Gehirnwäsche zurückschließen. Wieviel Zwangsbeglückung von Überzeugungsarbeit brauchen „ganz normale Menschen“, also intersexuelle, homosexuelle transsexuelle, bisexuelle, …Menschen? Warum braucht man die Oberherrschaft über alle in der EU beschlossenen Gesetze auf „Homophobie“, einem neuen Wort,  dessen Inhalt wieder nur von ein paar wenigen definiert werden darf? Ist man hier doch normaler als normal? In einer staatlich angeordneten Umfrage gaben die 3%, die sich als homosexuell outeten, zu 1% an, sich schon einmal diskriminiert gefühlt zu haben. Wie geht man landläufig mit Diskriminierung um? Man bestraft Wiederholungstäter. „Schimpfwörter und andere Ausgrenzungen werden geahndet“. Absolut in Ordnung. Hier im Falle der LSTBI Menschen überschreitet die Ausprägung der gesellschaftlichen Umerziehung aber jedes nachvollziehbare Maß. Die Plakate können mit Fug und Recht als absolut kinder- und jugendgefährdend bezeichnet werden. Sie verletzen auch die Gefühle von tausenden Gläubigen. Wieder frage ich mich, wo die so viel gepriesene Toleranz für Andersdenkende und die Pädagogik und Einfühlsamkeit für Kinder und Heranwachsende geblieben ist, die medial so hochstilisiert werden als Argument für Adoptionsrecht?  Wo ist die vielgepriesene Verantwortung für Kinder, bzw. wo ist der Schutzinstinkt für Kinder? Damit kann es nicht weit her sein,  ansonsten wäre nicht Sexualität um jeden Preis und auf jede Art und als vorrangiger Lebensinhalt das Aushängeschild für alle öffentlichen Events und gesetzliche Forderungen von LSTBI Menschen. Ich glaube, man darf jenseits des Hypes kritisch beleuchten, was in unserer Gesellschaft gerade vor sich geht,  was Toleranz wirklich bedeutet und welchen Stellenwert das Reden über, und das Visualisieren von Sexualität mittlerweile in unserem Leben einnimmt.


Gabriele Maier
6067 Absam

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