FamilienAllianz



Freitag, 27. Februar 2015

Die Familie - wo Liebe fruchtbar wird


  

Wenn man Vater oder Mutter wird, ist das eines der einschneidensten Ereignisse - es macht Liebende zu Eltern.

In der heutigen Diskussion über den Begriff von Ehe und Familie wird verständlicherweise vor allem die Liebe in den Mittelpunkt gestellt, als Maß aller Dinge.  "Aber sie lieben sich so"... Und deshalb hätten auch sie ein Recht zu heiraten, diese Verbindung Ehe zu nennen. Man kann niemandem absprechen, die andere Person auch wirklich zu lieben, das steht außer Zweifel. Man kann auch einen gleichgeschlechtlichen Menschen lieben, ein Kind, seine Mutter.. ja, sogar seinen Hund und seine Katze. 
 

Wie aktuell das ist, sieht man an der Diskussion in Deutschland, den Inzestparagraphen doch endlich fallen zu lassen, was die Grünen gerade fordern. Wenn der Begriff von Ehe und Familie geöffnet wird, dann ist alles möglich, denn jeder einzelne könnte sich diskriminiert fühlen. Was macht also den Unterschied aus, worauf kann man sich berufen, wenn man die Ehe von Mann und Frau verteidigt? Was unterscheidet diese von allen  anderen Lebensformen? Das ist eine sehr schwierige Frage, der wir uns aber dringend stellen müssen. Warum ist der Begriff der Ehe und Familie in solche Nöte geraten?

Alles hat wohl damit begonnen, als man zu leugnen begann, dass die menschliche Fortpflanzung von überaus großer, ja, man kann sagen, von höchster Bedeutung für uns Menschen ist.  Das kann jeder, der Vater oder Mutter ist, oder der auch einfach nur Kind ist, egal welchen Alters, nachempfinden. Ein Kind zu bekommen, ist wahrscheinlich das einschneidenste Ereignis im Leben eines Menschen. Es macht Liebende zu Eltern. 
Nichts ist mehr so, wie es davor war.

Ein Mann wird durch seine Frau zum Vater, eine Frau wird durch ihren Mann zur Mutter. Liebende werden Eltern durch das Kind mit dem jeweils anderen. Gleichzeitig erkennt der Mensch seine sogenannte Prokreativität mit einem Dritten im Bunde: der Mensch ist (nur) Teilhaber am Kreieren eines neuen Menschen, die unsterbliche Seele wurde ihm nämlich von einem Geistwesen eingehaucht, von Gott.              Gott schuf  also die Seele des Kindes, Mann und Frau waren wesentliche Mithelfer bei der Entstehung des Kindes. Mit dieser Erkenntnis öffnet sich der Himmel über dem Ehebett, das Paar erkennt hier seine ureigenste Berufung, nämlich fruchtbar zu werden.  Das Wunder ist geschehen, ein neuer Mensch wächst nun heran. 

Liebe alleine genügt nicht - es braucht die Offenheit für das Leben. Viel mehr als sexuelle Befriedigung ist die Sehnsucht des Menschen danach, fruchtbar zu werden. Man trägt den Wunsch in sich, in diesem Leben ein Zeichen zu setzen, nicht umsonst gelebt zu haben, Nachkommen zu haben, Kindern das Leben zu schenken.
Sich lieben und fruchtbar werden.

Eigentlich geht das eine ohne das andere nicht - oder doch?
Die Krise begann, als man die Weitergabe des Lebens von der Liebe trennte, und nun immer mehr die Weitergabe des Lebens von der Sexualität. Damit wird beinahe alles machbar. Darf der Mensch alles machen, was er kann? 

Liebe braucht Fruchtbarkeit, damit sie den Menschen ganz und gar erfüllt.







Inspiriert von:  Das wahre Evangelium der Familie von Juan-José Perez-Soba und Stephan Kampowski im Artikel der Vision2000  

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