FamilienAllianz



Sonntag, 8. Februar 2015

Papst Franziskus an die Mütter




Anstoß zu gesellschaftlicher Gesundung (Christa Meves)

In der Generalaudienz am 7. Januar 2015 hat Papst Franziskus der Welt einen großen Dienst erwiesen. Er hat diese Generalaudienz zu einem Fanal für die Mütter gemacht: Für alle Mütter - vermutlich nicht einmal der katholischen allein - die vor allen Dingen in Deutschland seit 40 Jahren so sehr ins Hintertreffen geraten, so sehr abgewertet worden sind, dass sich das in einer außerordentlich üblen Weise auf die Familie und ihre Gesundheit ausgewirkt hat.
 

Hier die wichtigsten Passagen aus diesen Aussagen (am 10. Januar 2015 in der Tagespost publiziert). 
"Jeder Mensch verdankt sein Leben einer Mutter, und fast immer verdankt er ihr viel von seiner folgenden Existenz, von seiner menschlichen und geistlichen Bildung. Ihr wird jedoch im täglichen Leben wenig Gehör geschenkt - sie erfährt wenig Hilfe und wird in ihrer zentralen Rolle in der Gesellschaft wenig gewürdigt. Häufig wird die Opferbereitschaft der Mütter für Ihre Kinder sogar ausgenutzt, um Sozialausgaben zu sparen. Auch in den christlichen Gemeinschaften kommt es vor, dass die Mutter nicht gebührend geachtet wird, dass man wenig auf sie hört.
Vielleicht müssten die Mütter, die zu so vielen Opfern für ihre Kinder bereit sind, mehr Gehör finden. Die Mütter sind das stärkste Heilmittel gegen die Ausbreitung eines egozentrischen Individualismus. Sie sind es, die Mütter, die den Krieg, der ihre Kinder tötet, am meisten hassen. Ja, Muttersein bedeutet nicht nur, ein Kind auf die Welt bringen, sondern es ist auch eine Lebensentscheidung. Eine Gesellschaft ohne Mütter wäre eine unmenschliche Gesellschaft; denn Mütter wissen immer, auch in den schlimmsten Momenten, Zärtlichkeit, Hingabe und moralische Stärke zu bezeugen. Die Mütter vermitteln häufig auch den tiefen Sinn der religiösen Praxis: In die ersten Gebete, in die ersten Gesten der Frömmigkeit, die ein Kind lernt, ist der Wert des Glaubens im Leben eines Menschen eingeschrieben. Ohne die Mütter gäbe es nicht nur keine neuen Gläubigen, sondern der Glaube würde einen guten Teil seiner Einfachheit, seiner Tiefe, seiner Wärme verlieren.
Liebe Mütter, danke, danke für das, was ihr in der Familie darstellt und für das, was ihr der Kirche und der Welt gebt!"


Hier ist von unserem Papst ein wahres Wort gelassen ausgesprochen worden! Wie einfach wäre es, den immer mehr heraufdrohenden Geburtenschwund und die daraus resultierenden zukünftigen Existenzprobleme in unserer Gesellschaft zu stoppen: Indem durch betonte Anerkennung - vor allem von der Politik her - den Müttern wieder Ehre zuteil werden würde!
Ohne Mütter gibt es keine Zukunft!
Ohne Mütter erkaltet die Liebe in der Welt!
Mutterschaft ist der wichtigste, der unaufgebbarste Beruf aller Berufe! 
Wir könnten bald wieder zu einer gesunden Hochachtung für die Mütter und damit zu familiärem Zuwachs finden, wenn wir nur dem gesunden Menschenverstand folgen würden. Noch heute spielen kleine Mädchen vornehmlich und langanhaltend mit Puppen. Sie würden als junge Frauen dem gesunden ursprünglichen Wunsch nach Mutterschaft und Familie auch heute noch wieder in großer Zahl mit Freude folgen, wenn dieses neu als ein anerkannter Beruf eingerichtet werden würde, mit finanzieller Unterstützung, solange die Mutter wegen der Erziehung der Kinder aus der Erwerbstätigkeit ausscheidet - wie auch mit einer favorisierten Hilfe zum Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit nach der häuslichen Pause und mit einer eigenständigen Berentung.
Dieses Modell "Mutter als Beruf" ist von unserem Freundeskreis bereits vor 30 Jahren entwickelt und mit Zigtausenden von Unterschriften der Regierung (damals noch in Bonn) zugeleitet worden - leider ohne jedes Echo und ohne jede Wende von dort - im Gegenteil. Frühe Erwerbstätigkeit der jungen Mütter und die so bedenkliche Kollektivierung der Kleinkinder wurde gegen jedes Kindeswohl und mit der Minderung von gesunder Familienbildung als Folge einer kurzsichtige finanzielle Begünstigung und neuer Gesetze bis heute zu einer verhängnisvollen Weiterführung des vor 45 Jahren eingeschlagenen Trends.
 
Welche Hilfe nun durch Papst Franziskus! Er gibt der existenziellen Notwendigkeit von Familienbildung durch die verdiente Hochachtung der Mütter - der in später Stunde angstvoll aufwachenden Bevölkerung einen hervorragenden Anstoß.
 
Danke, Heiliger Vater! 

 

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