FamilienAllianz



Samstag, 21. Mai 2016

5 Fragen einer Mutter an die beiden BP Kandidaten

Als Mutter von vier heranwachsenden Jugendlichen möchte mich persönlich an Sie wenden. Ich hoffe, Sie lassen dieses Mail nicht von einem Ihrer Sekretäre beantworten.

Büro Hofer: Leider ist es Norbert Hofer derzeit nicht möglich, alle Nachrichten selbst zu beantworten, da der Wahlkampf viel Zeit in Anspruch nimmt und wir derzeit pro Tag bis 1000 Emails bekommen. Ich werde mich aber bemühen, Ihre Fragen so gut es geht zu beantworten.
Büro Van der Bellen: Wir ersuchen um Verständnis, dass es Alexander Van der Bellen aufgrund des wirklich sehr dichten Terminkalenders und der sehr, sehr großen Zahl an Zuschriften die er erhält, leider nicht möglich ist Ihnen persönlich zu antworten. 

1. Mich interessiert es wie Sie sich als Bundespräsident für die "Kultur des Lebens" einsetzen werden. Damit meine ich wie Sie den Frauen in Not helfen werden damit diese ihr Kind nicht abtreiben müssen. Werden Sie sich auch öffentlich zur medizinischen Indikation äussern? Wie wollen Sie dem entgegenarbeiten?


 Büro Hofer: Ja, Norbert Hofer wird sich dafür einsetzen! Junge Frauen und Mädchen sehen sich oft in einer ausweglosen Situation,
wenn sie schwanger werden. Entsprechend hoch ist die Abtreibungsrate. Da Kinder ein Segen sein sollen und keine Belastung, müssen diese jungen Frauen und Mädchen entsprechend unterstützt werden. Wenn sich eine junge Schwangere sicher fühlen kann, dass sie ihr Leben und ihre Ausbildung auch mit einem Kind meistern kann, wird sie sich wahrscheinlich eher für das Kind entscheiden, als wenn sie sich allein gelassen glaubt. Junge Mütter müssen auch nach der Geburt betreut werden. Eine Fachkraft, die ihr vor allem in der ersten Zeit hilft, im Alltag zurechtzukommen, muss vom Staat sichergestellt werden. Es handelt sich dabei um eine Investition in die Zukunft.

Büro Van der Bellen:  Abtreibung ist immer nur der letzte Ausweg und letztlich eine zutiefst private Entscheidung. Natürlich ist es wünschenswert, dass Frauen bei Bedarf auf die bestmögliche Beratung und Unterstützung zurückgreifen können, um dann diese wie gesagt zutiefst private Entscheidung treffen zu können.


2. Werden Sie sich für die Förderung von Mehrkindfamilien einsetzen indem es zu einer Steuerentlastung für diese kommt? (Familiensplitting,Steuern je nach Anzahl der Kinder)



Büro Hofer: Ja. Die aktuelle Regelung ist wegen des progressiven Lohn- und Einkommensteuertarifs eine grobe Ungerechtigkeit gegenüber Familien, insbesondere gegenüber Mehrkindfamilien mit einem Alleinverdiener. Bei einem Alleinerhalter mit Partner und zwei Kindern wird in diesem System sogar das Existenzminimum der Familienmitglieder besteuert. Norbert Hofer wünscht sich eine Abkehr von der Individualbesteuerung hin zu dem von uns schon lange eingeforderten Steuersplitting als wichtigste Maßnahme zur Unterstützung unserer Familien. Das Familiensplitting, welches optional neben die Individualbesteuerung treten soll, steigert die Kaufkraft von Familien und befreit sie aus der unterschiedlichen und ungerechten fiskalischen Behandlung von Familieneinkünften. In Frankreich wurde das Modell bereits erfolgreich umgesetzt.

Büro Van der Bellen:Soziale Gerechtigkeit ist Alexander Van der Bellen ein Herzensanliegen und damit geht auch einher, dass die Steuerlast gerechter verteilt wird. Wie das im Detail dann aussehen könnte, fällt jedoch nicht in den Kompetenzbereich des Bundespräsidenten, sondern in jenen der politischen Parteien, die die entsprechenden Konzepte ausarbeiten. 
 

3. Werden Sie sich dem allgemeinen europäischen Trend widersetzen, Alte und unheilbar Kranke als Belastung anzusehen?

Büro Hofer: Ja. Norbert Hofer ist selbst behindert und hat sich im Laufe seiner politischen Karriere immer für Kranke und Alte eingesetzt. Dieses Engagement würde er natürlich auch als Bundespräsident weiterhin aufrechterhalten.

Büro Van der Bellen: Alexander Van der Bellen tritt selbstverständlich dafür ein, dass alle Menschen wertgeschätzt werden und die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, das steht völlig außer Frage.


4. Gender: werden Sie dieser wissenschaftlich unhaltbaren Theorie die Unterstützungsgelder entziehen so wie es Norwegen gemacht hat?

Büro Hofer: Die Einführung von „Gender Mainstreaming“ als Leitprinzip von Politik und Gesellschaft wird von Norbert Hofer abgelehnt. Wer sich näher mit diesem Thema befasst, muss wird  erkennen: Die „IdeologInnen“ der Gender-Theorie behaupten, dass man zu Mann und Frau erst gemacht wird. Wir Freiheitliche sind der Überzeugung, dass die biologische Determiniertheit von Mann und Frau anzuerkennen ist, grundsätzlich positiv ist und daher durch abstruse Theorien nicht geändert werden kann oder soll. Wir Freiheitliche sind daher ebenso der Überzeugung, dass weder Mutter- noch Vatersein ein Konstrukt oder eine gesellschaftlich oktroyierte Inszenierung sein kann. Man übernimmt nicht eine Mutterrolle, sondern ist Mutter. Man übernimmt nicht eine Vaterrolle, sondern ist Vater. Norbert Hofer wird sich also im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin dafür einsetzen, dass diese Ideologie nicht weiter in unserer Heimat erstarkt.

Büro Van der Bellen: Die Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist für Alexander Van der Bellen eine Selbstverständlichkeit - auch wenn ihm natürlich bewusst ist, dass es hier noch viel Aufholbedarf gibt, man denke nur an die unterschiedlichen Gehälter von Frauen und Männern, um ein Beispiel herauszugreifen.


5. Flüchtlinge: was werden Sie tun, damit sich Frauen, Mädchen und junge Buben in Österreich wieder ohne Angst (auch am Tag) bewegen können?

Büro Hofer: Die Sicherheit der Bürger ist Norbert Hofer ein besonders Anliegen. Die derzeitige Situation, verursacht von unserer Regierung, ist nicht länger tragbar. Norbert Hofer und mit ihm die FPÖ werden sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Masseneinwanderung fremder Personen, deren Ziele wir nicht kennen, rigoros abgestellt wird.
Darüber hinaus ist Norbert Hofer der Ansicht, dass kriminelle Fremde schnellstmöglich abgeschoben werden sollen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollen dafür durch den Gesetzgeber geschaffen werden. Natürlich muss die Polizei und Justiz über die notwendigen Mittel verfügen, um Straftaten umfassend aufzuklären und entsprechend zu ahnden. Dafür wird sich Norbert Hofer auch als Bundespräsident stark machen.

Büro van der Bellen: Alexander Van der Bellen betont immer wieder, wie wichtig es ist, dass sich alle Menschen zu jeder Zeit sicher fühlen können, wenn Sie unterwegs sind. Nun wäre er als Bundespräsident zwar natürlich kein "Ersatz-Innenminister", er würde aber selbstverständlich alles in seiner Macht stehende tun, damit Österreich weiterhin ein friedliches und sicheres Land bleibt, darauf können Sie sich verlassen! 


Ich danke Ihnen für Ihre Antworten!  


Büro Hofer: Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten. Ich möchte nochmals mein Bedauern zum Ausdruck bringen, dass es, wie bereits am Anfang erwähnt, aus Gründen der Terminsituation und der vielen Mails nicht möglich ist, dass Norbert Hofer persönlich antwortet. Ich hoffe Sie haben dafür Verständnis.


Roland Esterer, BSc

Büro des Dritten Präsidenten des Nationalrats
Referent , Tel. +43 676 8900 2368  roland.esterer@parlament.gv.at



Büro Van der Bellen: Wir möchten Sie gerne auch einladen, seine Homepage zu besuchen, wo Sie zahlreiche weitere Informationen zu seinen Positionen nachlesen können: https://www.vanderbellen.at/ziele-inhalte/
Über Ihre Unterstützung am Sonntag würden wir uns sehr freuen!

Beste Grüße vom Team Van der Bellen










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